Globalisierung 2.0: wie Asien in der neuen Ära aufsteigen könnte.

Die Globalisierung ändert sich seit Jahren stetig. Dabei haben sich die globalen Geschäftsfelder in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen neu aufgestellt, weiterentwickelt und strukturiert. Geprägt wurde diese Entwicklung durch Krisen und neue technologische und gesellschaftliche Trends, die im Zusammenspiel mit den geopolitischen Umstrukturierungen zu einer sich immer schneller verändernden Globalisierung führten.

Geschichtlich wurde die Welt durch Kriege, den Mauerfall, die Ölkrisen und andere politische Themen geprägt. Betrachten wir den aktuellen Zeitraum, so befinden wir uns in einem historischen Wachstumsrückgang, wenn man die Weltwirtschaft einmal näher betrachtet.

Dieser Rückgang stellt Unternehmen und deren Management vor ein Problem: die Globalisierung wird radikal neu definiert. Dazu beigetragen haben vor allem der steigende Wirtschaftsnationalismus und die schnelle Einführung neuer Technologien. Wenn man sich die politischen Entwicklungen ansieht, könnte man zu der Meinung kommen, dass Freihandel mittlerweile out und Protektionismus in ist.

Auf allen Seiten wird es Gewinner und Verlierer geben

Die vorherrschenden Globalisierungen und Veränderungen haben jedoch nicht nur Verlierer hervorgerufen, wie es leider oftmals dargestellt wird, sondern auch Gewinner. Einer dieser Gewinner ist Asien. Die Globalisierung hat Asien zum Wohlstand verholfen.

Vor allem Japan kann mit steigendem Wohlstand aufgrund des Anstiegs des Welthandels profitieren. Auch die exportorientierten Wirtschaftsmodelle haben ihren Anteil am aktuellen globalen Wandel – Deutschland ist ein sehr gutes Beispiel hierfür.

Viele asiatische Länder, allen voran Japan, Thailand und China, erfreuen sich an der Entwicklung und an der Industrialisierung, welche sich auf Millionen Haushalte auswirkt. Als Hauptprofiteure der Globalisierung haben die asiatischen Länder einen großen Anteil im neuen Umfeld und werden selbst zu immer beliebteren Absatzmärkten. So ist beispielsweise seit einigen Jahren China Absatzmarkt Nr. 1 für die Deutschen Premiumautomarken. Vor 20 Jahren noch undenkbar, heute jedoch Realität.

Asien und die neue Globalisierung

Die Globalisierung und damit auch die Kombination zwischen ökonomischem Nationalismus und einer digitalen Integration stellt eine enorme Herausforderung für die einzelnen Unternehmen dar. Nicht nur für asiatische Unternehmen, dies gilt international für alle Firmen.

Aktuell müssen die asiatischen Strategen dafür Sorge leisten, dass der freie Verkehr von Waren, Kapital und Menschen vorangetrieben wird. In diesem Zusammenhang müssen gemeinsame Vorschriften und Standards ermöglicht werden. Dabei müssen vor allem die internationalen Systeme berücksichtigt werden, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und auch von außerhalb Asiens Kapital, Arbeitnehmer und Waren anziehen zu können.

Im gleichen Zusammenhang müssen Unternehmen und Regierung sich dem wirtschaftlichen Wandel stellen und die geschäftlichen und politischen Landschaften anpassen. In der neuen Globalisierung wird es ebenso wichtig werden Binnennachfrage, Dienstleistungen und Fähigkeiten von digital vernetzten Unternehmen und Verbrauchern zu erbringen sowie gleichzeitig Wachstum zu generieren. Eine Aufgabe, die so gar nicht zu den oftmals sehr starr anmutenden Regierungen passen will.

Der Export von Güter nimmt dabei einen neuen Stand ein. Datenbanken und Cloud Speicher sind nicht mehr nur ein Teil der Lieferketten der Unternehmen, sondern integrierte Kräfte der Weltwirtschaft. Sie stellen die Basis vieler Unternehmungen dar.

Für Unternehmen bedeutet das vor allem, dass die bisherigen Geschäftsmodelle überarbeitet werden müssen. Nur so lassen sich die Wachstumsmärkte nutzen – egal, ob die Unternehmen aus den klassischen Wirtschaftsnationen oder dem aufstrebenden Asien kommen.

Asiens neue Exportmodelle

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte Asien durch seine wirtschaftliche Aufstellung den Segen des überproportionalen Wachstums. Nachdem auch die USA und andere Teile der Welt die Produktion in Asien ausweiteten, festigte sich der Stand Asiens und die asiatische Volkswirtschaft wurde zu einem unverzichtbaren Bereich der Weltwirtschaft.

Mit der Möglichkeit einfache Produkte schnell und kostengünstig herzustellen, hatte sich Asien zu einer globalen Produktionsstätte – eben auch für hochwertigere Produkte – entwickelt. Dabei wurde die klassische Globalisierung immer weniger nachhaltig und veränderte sich.

So setzten viele Firmen, gerade aus dem asiatischen Bereich, auf Computerspiele, Softwarelösungen und technische Geräte. Thailand stellt dabei eine Ausnahme dar und hat sich im Bereich der Automobilentwicklung für die japanischen Automobilkonzerne etabliert – der aktuelle Kurs der Türkei zeigt hier welche Bedeutung das Automobilgeschäft hat. Währenddessen gliederte sich China vorrangig bei der Welthandelsorganisation (WTO) ein und etablierte China und damit auch Asien am Weltmarkt.

Aktuell stehen die asiatischen Volkswirtschaften aufgrund der neuen Rahmenbedingungen auf dem Spiel

Auch wenn die Produktion einen weiterhin wichtigen Teil für das Wachstum der asiatischen Bevölkerung einnimmt, so stehen vor allem die Exportbereiche aktuell unter einem enormen Leistungsdruck, da das Wachstum des Exports aus Asien in den letzten Jahren stark gesunken ist.

Die Gründe dafür sind ein Stillstand des Handels und die sinkenden Kostenvorteile, die Asien bis heute halten konnte. So sinkt der Vorsprung zur Konkurrenz – die bisher vor allem über Qualität punkteten – im Zeitverlauf stark ab. Asien war immer der günstige Partner –nicht der qualitativ beste.

Nun ist es an der Zeit, dass Asien sich den Herausforderungen stellt und sich mit effektiver Führung eine (erneut) gute Position am Weltmarkt (zurück) erarbeitet.

Es ist Zeit die Vorteile der asiatischen Handelswege neu zu definieren

Ein großer Teil Asiens ist mittlerweile wirtschaftlich sehr gut aufgestellt und kann durchaus von der Globalisierung profitieren. Obwohl Asien oftmals als Gewinner der Globalisierung gesehen wird, gibt es auch viele negative Aspekte des globalen Wandels für die einzelnen Länder.

Ein gutes Beispiel für diese Entwicklung ist mit China relativ einfach zu finden. Obwohl das BIP Wachstum in den vergangenen Jahren rückläufig war, kann ein starkes bis sehr starkes Wachstum im privaten Bereich attestiert werden. Der Wohlstand der asiatischen Privathaushalte lässt darauf schließen, dass Asien auch weiterhin ein Wachstumsmarkt in den vorherrschenden Produktions- und Dienstleistungssektoren sein wird. Wenn auch oftmals zu Lasten der Umwelt.

Asiatische Haushalte und Unternehmen gehören schon jetzt mit zu den am besten digitalisierten Kunden der Welt und werden auch weiterhin die Hauptziele der neuen, disruptiven Geschäftsmodelle sein. Die Unternehmen der Region sind bereits jetzt damit beschäftigt die digitale Kommunikation in ihr Geschäftsmodell einzubauen und einkommensschwachen Asiaten auch diesen Bereich zu ermöglichen.

 

Internationale Standardisierung und Vereinbarungen als Basis der fortschreitenden Globalisierung

Obwohl diese Standardisierung stattfinden muss, bleibt die Globalisierung für die Regierungen ein heikles und wichtiges Thema. Die Integration der Märkte fortzusetzen, ist unumgänglich, um gegen das nachlassende Wachstum anzukämpfen. So waren es 1990 und den frühen 2000ern noch 10% Wachstum in China, heute sind es nur noch 7% pro Jahr.

Neue internationale Vereinbarungen sind dabei besonders wichtig, wenn der globale E-Commerce-Wandel funktionieren soll. Die Zusammenarbeit der Unternehmen und Regierungen ist unumgänglich, um den Standard aufzubauen, den Verbraucher benötigen.

Wie sich die Unternehmen in Asien verändern

Wenn der rechtliche Rahmen der neuen Weltwirtschaft entwickelt ist, müssen die asiatischen Unternehmen sich an die digitale Technologie anpassen. Diese Anpassung bezieht sich auf alle Branchen und Unternehmen. Dabei spielt die Industrie 4.0 eine enorme Rolle und stellt Asien vor große Herausforderungen

Die Arbeitskosten müssen gesenkt werden und die Steigerung der Produktivität steht im Vordergrund. Die flexiblen und digitalen Industrien werden die Produktion –vor allem außerhalb von Asien –  immer ökonomischer gestalten und die aktuellen Standards in Asien abschaffen und durch neue, deutlich verbesserte Standards ersetzen.

Viele asiatische Unternehmen haben sich mit der Entwicklung abgefunden und haben sich angepasst. Andere wiederum tun sich schwer diese Entwicklungen umzusetzen. Fakt ist: asiatische Unternehmen werden sich rasant verändernde Unternehmensstrukturen benötigen, um die Entwicklung effizient nutzen zu können und langfristig als Gewinner der Globalisierung hervorzugehen.

Wie der Digitalbereich das asiatische Geschäft verändert

Mit der Weiterentwicklung des Rechtsrahmens der neuen globalen Wirtschaft müssen sich asiatische Unternehmer an digitale Technologien und an die stark zunehmende Konnektivität anpassen, die jede Branche, jeden Sektor, jedes Unternehmen und jede Gesellschaft verändert. Wir sehen dabei drei große Kräfte:

  • die Verlagerung auf die Industrie 4.0
  • die Entwicklung digitaler Plattformen
  • der Aufstieg digitaler Dienste.

Diese drei Entwicklungen möchten wir nun im Detail betrachten:

Industrie 4.0 als Basis der Entwicklung

Neben der Senkung der Arbeitskosten und der Steigerung der Produktivität um bis zu 30 %, können die Fertigungssysteme der nächsten Generation, zu denen die fortschrittliche Robotik, die additive Fertigung und die digitale Simulation von Fabriken gehören, zusammenfassend als Industrie 4.0 bezeichnet werden. Sie gestaltet die Fertigungsstrukturen radikal neu.

Im traditionellen Massenproduktionssystem haben sich die meisten Hersteller auf standardisierte Produkte und Prozesse konzentriert und sich bei der Produktion auf großen Fabriken in einer Handvoll kostengünstiger Standorte fokussiert, um Skaleneffekte zu nutzen. Die flexibleren, digitalen Fabriken der Zukunft werden es immer ökonomischer machen kleine Serien maßgeschneiderter Produkte geografisch gesehen näher an den Endmärkten herzustellen.

Für die produzierenden Unternehmen ein Segen – für die Produktionsstandorte in Asien, die sich vor allem aufgrund der bisher niedrigen Lohnkosten anbieten, eine ernsthafte Bedrohung.

Eine Reihe führender Hersteller beginnt bereits mit „multilokalen“ Fabriken. So hatte Adidas bisher seine globale Produktion traditionell in riesigen Fabriken in Niedriglohnländern konzentriert. Jetzt, dank fortschrittlicher Fertigungstechnologien, bewegt das Unternehmen einen Teil seiner maßgeschneiderten Produktion nach Deutschland und andere Industriestaaten.

Ein ähnlicher Trend ist in der Elektronik im Gange. Foxconn, der größte Zulieferer & Produzent Apples, der aggressiv Robotertechnik einsetzt, fertigte bis zuletzt alle seine Elektronikprodukte in Südchina. In Zukunft wird ein Teil der Montage in Mexiko durchgeführt und Pläne für die Herstellung in den USA sind bereits angekündigt.

Erschwerend kommen dabei das steigende Qualitätsbewusstsein der Kunden und der steigende Protektionismus der einzelnen Staaten hinzu. Made in Germany wird dank neuer Robotertechnik wieder bezahlbar und protektionistisch orientierte Präsidenten, die die Produktion im eigenen Land fokussieren wollen –siehe Donald Trump – erhöhen den Druck weiter.

Asien muss durch Können und nicht nur durch billige Produktionskosten überzeugen

Die Industrie 4.0 und die zunehmende Globalisierung wird asiatische Länder zwingen ihre Wertvorstellungen zu ändern, wenn sie um Produktionsinvestitionen konkurrieren. Anstatt sich multinationalen Konzernen nur als preiswerte Arbeitskräfte anzubieten, müssen diese Länder auf der Grundlage von Kompetenzen konkurrieren.

Dabei müssen sich als Standorte positionieren mit denen Unternehmen wichtige neue Märkte erreichen und ihre Effizienz steigern können, indem sie die neuesten Technologien an jedem Punkt der Wertschöpfungskette nutzen.

 

Digitale Plattformen als Grundstein des weiteren Erfolgs

Über digitale Plattformen können asiatische Unternehmen grenzenlose, digital vernetzte globale Märkte erreichen, indem sie in ihre digitalen Plattformen investieren und Ökosysteme lokaler Partner auf der ganzen Welt entwickeln. Die Größe dieser Märkte ist atemberaubend.

Waren im Wert von 700 Milliarden US-Dollar werden jedes Jahr allein über Alibaba und Amazon gehandelt. Ein Volumen, das seit 2012 mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von mehr als 30 % wächst. Dabei ist übrigens Alibaba noch deutlich größer als Amazon – aus europäischer Sicht schwer vorstellbar.

Digitale Plattformen: die Big-Player von Morgen

Der bemerkenswerte Erfolg von Unternehmen wie Uber, Airbnb und Chinas Alipay bei der Gründung riesiger Unternehmen mit relativ geringen Investitionen in den Zielmärkten zeugt von der Macht digitaler Plattformen. Sie schaffen es nationale Grenzen und landesspezifische Geschäftsmodelle nahezu irrelevant zu machen und setzen sich innerhalb von wenigen Jahren an die Spitze der jeweiligen Branche. Oder welches Taxiunternehmen oder Hotelkette –im Regelfall über Jahrzehnte gewachsen – ist größer als Uber bzw. Airbnb?

Laut dem Centre for Global Enterprise sind in Asien mehr als 60 Plattformunternehmen mit einer gemeinsamen Marktkapitalisierung von über 1 Billion US-Dollar registriert.

Gehen wir einmal auf Alipay ein. Alibabas Alipay baut sein globales Geschäft auf, indem es Dienstleistungen für digital vernetzte Kunden anbietet. Es bietet eine mobile Zahlungsplattform mit 450 Millionen aktiven Abonnenten, die als Alternative zu den Kreditkarten genutzt wird.

Das Unternehmen zielt auf den schnell wachsenden Markt chinesischer Reisender ab, die bis 2030 jährlich bis zu 1,75 Billionen US-Dollar ausgeben werden. Gegenüber 500 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012. Um sich diesen Markt zu sichern, ist Alipay eine Partnerschaft mit globalen Zahlungsanbietern wie Verifone und First Data eingegangen. Luxuskaufhäuser, Einzelhändler und globale Marken wie Body Shop akzeptieren Alipay ebenso wie Uber. Ein weiteres Zeichen der Verbreitung von Alipay.

Fortschritte bei digitalen Technologien und Plattformen ermöglichen ein rasches Wachstum grenzüberschreitender digitaler Dienste wie Online-Reisebuchungen, Unterhaltungs-Websites und Asset-Performance-Management sowie End-to-End-Lösungen – ein Markt der in Zukunft noch deutlich wachsen wird, aber auch für klassische Unternehmen darstellt. Nicht nur in Asien.

 

Digitale Dienstleistungen: Wachstum auch mit begrenzten finanziellen Ressourcen

Digitalfähige Dienste bieten Unternehmen die Möglichkeit selbst in Ländern mit steigenden Handelsbarrieren oder begrenzten finanziellen Ressourcen Wachstum zu erzielen. Da sich die Bereitstellung von Dienstleistungen stark von der Wirtschaft des Verkaufs physischer Güter unterscheidet, können Unternehmen mit relativ geringen Investitionen in lokale Vermögenswerte neue Märkte erschließen.

Mithilfe einer als „Servitization“bezeichneten Strategie können Hardwarehersteller auch in Märkten mit geringem Wachstum wachsen, indem sie die „Zugangskosten“ ihrer Produkte senken und Möglichkeiten für disruptive Innovationen schaffen. Der Kunde erhält nur die Leistung, die er wirklich benötigt.

Ein gutes Beispiel dafür ist Ryan Air, die den Service bei der eigentlichen Leistung (von A nach B zu kommen) auf ein Minimum reduziert haben und so Kosten sparen. Bisher selbstverständliche Extraleistungen wie Freigepäck oder ein Getränk haben hier einen Aufpreis zur Folge.

 

Eine Agenda für das asiatische Geschäft

Viele asiatische Unternehmer sind in der globalen Avantgarde in Bezug auf die Digitalisierung und die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle. Dies ermöglicht es ihnen Wettbewerber zu überspringen und die sich bietenden Chancen zu ergreifen. Dabei darf man nicht vergessen, dass die meisten asiatischen Unternehmen nicht derart innovativ agieren wie Alibaba – viele Unternehmen haben schlichtweg die Anpassung verschlafen und werden langfristig vor nahezu unlösbaren Anforderungen stehen.

Asiatische Unternehmen werden flinke und aggressive Unternehmenskulturen benötigen, die eine schnelle Entscheidungsfindung und eine signifikante Risikobereitschaft ermöglichen. Und sie müssen Geschäftsmodelle für Märkte mit niedrigem Einkommen schaffen, um diese mit erschwinglicheren Gütern und Dienstleistungen zu erschließen. Anstatt sich nur darauf zu konzentrieren die Kosten zu senken, müssen asiatische Unternehmen Wege finden, um neue Wertformen zu schaffen, indem sie digitale Plattformen zur Befriedigung unerfüllter Bedürfnisse zu ermöglichen.

Auch asiatische Unternehmen müssen in Humankapital investieren, um die lokalen Kapazitäten aufzubauen, die in der neuen Umgebung benötigt werden. Um Talente zu gewinnen und zu halten, sollten sie mehr in Weiterbildung investieren, damit die Mitarbeiter ihre Fähigkeiten verbessern und effektiv bleiben bzw. werden können.

Unternehmen müssen Programme in Erwägung ziehen, die beispielsweise die Ausbildung der Angestellten bezahlt – eine Investition, die normalerweise nicht bei vielen Unternehmen nicht mit deren Kerngeschäft verbunden ist.

Starbucks geht jedoch diesen Weg seit Jahren, auch wenn er im Fast-Food-Geschäft sehr unüblich ist, und hebt sich so von der Konkurrenz ab. Auch das Thema Mobilität und ansprechende Beförderungsoptionen sind dabei entscheidend – die Führungskräfte von morgen möchten nicht jahrelang am gleichen Ort arbeiten.

Die asiatische Gesellschaft als Basis der Entwicklung

Das asiatische Geschäft spielt dabei eine wichtige Rolle, um die Gerechtigkeit der neuen Globalisierung sicherzustellen. Führungskräfte können von den negativen Konsequenzen der vorangegangenen Ära der Globalisierung lernen und einen positiven Kreislauf von Vertrauen und gemeinsamem Wohlstand schaffen.

Sie sollten über kurzfristige Interessen hinaussehen und sich auf den Wohlstand auf breiter Basis fokussieren, um die langfristige Gesundheit ihrer Volkswirtschaften und der Unternehmen zu sichern.

Asiatische Unternehmen müssen gemeinsam aktiv werden und mit deren Regierungen und anderen Institutionen an Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung arbeiten. Nur so geht Asien als langfristiger Gewinner der Globalisierung hervor.

Besonders wichtig ist es dabei Hindernisse im Handel und bei grenzüberschreitenden Transaktionen zu reduzieren, die Standardisierung zu fokussieren und die Entwicklungen der Industrie 4.0 nicht außen vor zu lassen. Nur so geht Asien als langfristiger Gewinner der Globalisierung hervor

Die Risiken und Chancen, die sich aus dem sich abzeichnenden Globalisierungsrahmen ergeben, stellen dringenden Handlungsbedarf für Unternehmen und Regierung dar. Dabei muss man jedoch auch die asiatischen Unternehmen loben: nur wenige unternehmerische Kulturen und Regierungen haben sich besser an den Wandel angepasst als die asiatischen. Nicht umsonst zählt Asien bisher zu den Gewinnern der Globalisierung.

Die Region hat in den vergangenen sieben Jahrzehnten erfolgreich jede bedeutende wirtschaftliche Verschiebung bewältigt und ist vorangekommen, Indem sie zusammenarbeiten. Wird dies erfolgreich fortgesetzt und weiter beschleunigt, können Wirtschafts- und Regierungsführer sicherstellen, dass Asien auch in der kommenden neuen Ära der Globalisierung erfolgreich ist.